| | Kausalzusammenhänge
Kategorie Unsere Zwillinge, erstellt am 29.10.2009 von Christian Klaproth
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Was für eine Nacht... Vor allem, was für eine kurze Nacht...
Ich frage mich gerade ernsthaft, ob es einen Kausalzusammenhang zwischen spätem Schlafengehen und frühem Aufstehen gibt. Aus meiner eigenen Erfahrung kenne ich das Phänomen, dass wenn man spät ins Bett geht, man am nächsten Morgen - sofern nicht durch andere im Haushalt lebende Individuen verhindert - auch länger schläft.
Bei meinem Sohn läuft das hingegen anders, und das auch schon zum wiederholtem Male, nur diesmal so extrem, wie noch nie zuvor. Gestern ging er erst um Viertel nach acht ins Bett (etwa eine Stunde später als üblich), um dann heute um 04:00 Uhr (etwa zwei Stunden früher als sonst) nach seinem gebeuteltem Erzieher zu rufen. Mit völlig verschlafener Stimme und geschlossenen Augen offenbarte er mir im Halbschlaf, dass er nicht mehr schafen könne. Hmpf. "Aber Du siehst noch ganz müde aus." - "Nein, Kiestian, bin schon wach. Kann nicht mehr schlafen.".
Der Herr wollte etwas lesen. Immerhin selber. Ich bin zu so früher Stunde (und quasi aus dem Tiefschlaf gerissen) gar nicht in der Lage, etwas vorzulesen. Dafür bekam ich bei meinem anschliessenden Versuch, noch eine Mütze Schlaf abzugreifen, durch das Babyfon, das Buch von der Müllabfuhr vorgelesen. Als er etwas später auch noch anfing, Laternenlieder zu singen, fand ich das zwar ganz niedlich, um meine Nachtruhe war es allerdings geschehen.
Vermutlich gibt es hier gar keinen kausalen Zusammenhang. Vielmehr scheint das Gesetz von Murphy in der Beziehung von Eltern und Kind zu greifen: Zögern wir das Zu-Bett-Gehen abends auf Kosten unserer Nerven noch etwas hinaus, dürfen wir zur Belohnung morgens etwas früher aufstehen. Aber hey, so haben wir ja auch mehr vom Tag! :-) |
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